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Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

Auch als Daimler im vergangenen Jahr sein Flaggschiff, die neue S-Klasse, vorstellte, wählte Zetsche als Premierenbühne China. Ein Land, das bald 2 Millionen Menschen mit einem verfügbaren Vermögen von jeweils mindestens 10 Millionen Yuan (1,3 Millionen Euro), zählt.

Als 2016 Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel () nach dem Verkauf des Augsburger Roboterherstellers Kuka nach China forderte, strategisch wichtige Unternehmen vor chinesischen Käufern zu schützen, widersprach Zetsche öffentlich – während andere deutsche Automanager unter vier Augen sagten, Gabriel habe recht.

Genützt hat Zetsche seine China-Liebe nichts. Als „Volksfeind“ beschimpfte die Pekinger „Volkszeitung“ Daimler am Mittwoch, das offizielle Verkündungsorgan der herrschenden Kommunistischen Partei. Der Angriff war die Reaktion darauf, dass ein Mitarbeiter aus Daimlers PR-Abteilung zu Wochenbeginn auf dem Fotonetzwerk Instagram vor dem Bild eines weißen Mercedes-Coupés den Dalai Lama zitiert hatte: „Betrachte eine Situation von allen Seiten, und du wirst offener werden.“ Nachdem am Dienstag ein Sturm der Entrüstung durch Chinas Internet gefegt war, hatte Daimler den Eintrag gelöscht und sich noch am Nachmittag auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo „aufrichtig“ entschuldigt. Dann vollzog das Unternehmen eine selbst für chinesische Verhältnisse sehr tiefe Verbeugung vor der Staatsführung: man habe die „Gefühle des chinesischen Volkes zutiefst verletzt“.

Das aber reichte offensichtlich nicht. Am Mittwoch entschuldigte sich Vorstandschef Dieter Zetsche persönlich. In einem Brief an Chinas Botschafter in Berlin, Shi Mingde, den auch Daimlers China-Vorstand Hubert Troska unterzeichnete, bat Zetsche zum zweiten Mal „aufrichtig“ bei China um Verzeihung. Dabei blieb es nicht. Daimler habe „keine Absicht, in irgendeiner Weise Chinas Souveränität und territoriale Integrität in Frage zu stellen oder anzuzweifeln“, legte Zetsche nach. Den Brief veröffentlichte Pekings amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Daimler hat den Inhalt gegenüber dieser Zeitung bestätigt.

Sein Konzern liefere „keine Unterstützung oder Hilfe“ an Menschen, die die chinesischen Gebietsansprüche „vorsätzlich untergraben“ oder dies beabsichtigten, schrieb Zetsche. „Daimler bereut zutiefst das Leid und den Kummer, den der fahrlässige und unsensible Fehler über das chinesische Volk gebracht hat.“ Der Konzern erkenne „voll und ohne Einschränkung“ die „Ernsthaftigkeit der Situation“.

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Wie Google, Microsoft und Co. passwortfreies Internet versprechen

#Google #Microsoft #Netzsicherheit
Ob mit USB-Token oder Biometrie: Die Authentifizierung im Netz soll Passwörter nicht mehr erfordern.
Foto:FIDO Alliance
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Ohne die Eingabe eines Passworts soll es künftig möglich sein, über gängige Browser von Google, Microsoft und Mozilla die eigene Identität im Netz nachzuweisen. Grund dafür ist ein neuer Standard.

Das Verfahren Web Authentication, kurz WebAuthn, gibt Internet-Nutzern die Möglichkeit, sich ohne die Verwendung von Passwörtern bei Online-Diensten einzuloggen, etwa durch biometrische Verfahren oder die Verwendung von Token. Als Standard soll es künftig sowohl von den meisten Browsern unterstützt werden, als auch von den meisten Online-Diensten. Außerdem verspricht er einfache und kostengünstige Anwendbarkeit auch durch kleine Online-Dienste.

Wie nun bekanntgegeben wurde, werden Firefox , Chrome sowie die Browser von Microsoft (IE, Edge) WebAuthn unterstützen. Mozilla , Google und Microsoft arbeiten daran, WebAuthn für Windows , Mac , Linux , Chrome OS und Android verfügbar zu machen.

Wie die FIDO-Allianz (Plattform für interoperable Authentifizierungsverfahren) und das World Wide Web Consortium (W3C) verkünden, hat WebAuthn die Verfahrensstufe Candidate Recommendation (CR) der Web Authentification Working Group erreicht. Das Verfahren ist somit nur noch einen Schritt von der Bestätigung als allgemeiner Web-Standard entfernt.

Die Zusage der großen Browser-Hersteller ist für die FIDO-Allianz und W3C "ein großer Schritt". "Nach Jahren voller schwerer Datenlecks und Passwort-Diebstählen ist die Zeit für Anbieter jetzt reif, um ihre Abhängigkeit von verwundbaren Passwörtern zu beenden und Phishing-resistente FIDO-Authentifizierung auf alle Webseiten und Apps anzuwenden", meint Brett McDowell , Direktor der FIDO-Allianz.

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